Material
Für meine Schalen und Dosen kommen hauptsächlich heimische Laubhölzer wie Schwarznuss, Eiche, Esche, Ahorn, Linde und Ulme zum Einsatz. Aber auch Obsthölzer wie Kirsche, Pflaume und Apfelbaum schätze ich sehr für ihre dekorativen Zeichnungen im Holz.
Am frisch gefällten Baum entscheide ich, wie der Stamm mit der Kettensäge grob zugeschnitten wird. Dabei wird schon die grundsätzliche Ausprägung der Schale bezüglich Form, Farbe und Maserung vorgegeben. Aus diesem „Frischholz“ wird anschließend an der Drechselbank ein Schalenrohling hergestellt, der danach für einige Monate trocknet. Durch den hohen Feuchtigkeitsverlust unterliegt dieser Rohling einem „Verzug“ und verändert seine Form. Wenn der Trocknungsprozess abgeschlossen ist, wird die Schale fertiggedrechselt und erhält ihre endgültige Gestalt.
Als Oberflächenfinish für Schalen verwende ich ausschließlich lebensmittelechtes Hartöl auf Leinölbasis. Alle Schalen sind mindestens zwei- bis dreimal geölt und daher sehr widerstandsfähig. Nach dem Gebrauch können sie feucht ausgewischt werden und hin und wieder mit etwas Leinöl aufgefrischt werden.
Dosen erhalten je nach gewünschtem Glanzgrad einen zusätzlichen Überzug mit Bienenwachs als Politur.